Google Ads Suchnetzwerk versus Facebook Ads

Max-Raphael Feibel Online Marketing

Photo by Pablo García Saldaña on Unsplash.com

Werbung begegnet uns im Alltag nahezu überall. Ob wir eine Zeitschrift durchblättern, mit dem Bus fahren, im Internet surfen oder an einem Geschäft vorbeilaufen. Werbeanzeigen helfen Unternehmen sich oder Produkte bekannter zu machen oder dienen einfach nur als Werbeerinnerung. Dabei sind die Möglichkeiten von Advertising im Web vielfältig, vergleichsweise günstig und detailliert messbar. In diesem Artikel werden wir auf zwei der größten Werbenetzwerke eingehen und Tipps für Einsteiger geben, wann es sinnvoller ist, Facebook Ads einzusetzen und unter welchen Voraussetzungen Google Ads besser für eine Vermarktung geeignet ist.

Nice to know: »Google AdWords« heißt seit dem 24. Juli 2018 »Google Ads«.

Push-Pull-Strategie

    Für ein grundlegendes Verständnis welche Wirkung Werbeanzeigen auf den den Empfänger haben können, ist es wichtig vorab auf die Prinzipien des Push und Pull Marketings einzugehen.


    Push Marketing


    Beim Push Marketing erhält der Konsument eine Werbebotschaft ohne aktiv nach dem Produkt oder Firma gesucht zu haben. Er wird mit Hilfe der Werbeanzeigen darauf gestoßen (= push). In der Regel ist hierbei das Ziel, die Bekanntheit zu steigern und Bedürfnisse zu wecken, von denen der Konsument vorher nicht wusste, dass er sie hatte. Bei niedrigpreisigen Produkten kann auch der direkte Abverkauf, also eine Conversion, das Ziel sein.


    Pull Marketing


    Das Pull Marketing profitiert vom Vorwissen des Konsumenten. Dieser kennt das Produkt oder die Marke bereits und möchte sich weiter darüber informieren oder hat bestenfalls schon eine Kaufabsicht. Im klassischen Sinne ist diese Strategie darauf ausgerichtet, die Nachfrage im Handel zu steigern und somit die Händler dazu zu bewegen, das Produkt in das Sortiment mit aufzunehmen. Im übertragenen Sinn nutzen Werbeanzeigen beim Pull Marketings das Vorwissen des Kunden und ziehen ihn so auf die Webseite des eigenen Unternehmens (= pull).

    Google Ads Suchnetzwerk (ehemals Google AdWords)


    Image
    Photo by Edho Pratama on Unsplash.com

    Google hält mit rund 90 Prozent Marktanteil weltweit nach wie nahezu eine Monopolstellung unter den Suchmaschinen. Da wundert es nicht, dass das zugehörige Werbenetzwerk Google Ads jedes Jahr Gewinne in Milliardenhöhe abwirft. Denn besonders interessant sind für Werbetreibende die Orte im Netz, an dem sich die meisten potentiellen Kunden befinden. Jedes Jahr werden über zwei Billionen Suchanfragen über Google versendet. Ein schier unglaubliches Potenzial für die Schaltung von Werbeanzeigen.

    Prinzip des Suchnetzwerks bei Google Ads


    Werbeanzeigen im Suchnetzwerk werden über Keywords aktiviert und ausgespielt. Keywords sind Schlagworte oder auch ganze Sätze nach denen jemand aktiv sucht. Die Werbetreibenden geben dabei an, bei welchen Keywords ihre Anzeigen erscheinen sollen.
    Werden von verschiedenen Unternehmen Anzeigen auf das selbe Keyword geschaltet, entscheiden mehrere Faktoren darüber welche Anzeige vor allen anderen erscheint. Das Prinzip kommt einer Auktion gleich: Wer am meisten zu bieten hat, gewinnt. Dabei ist der monetäre Faktor, geregelt über die maximalen Kosten pro Klick (CPC), nur einer von vielen. Denn Google hat kein Interesse an einem schlechten Nutzererlebnis und bezieht die Relevanz der Keywords und die Qualität der Landingpage (Zielseite) ebenfalls in die Auktion mit ein.

    Facebook Ads


    Image
    Photo by Tim Bennett on Unsplash.com

    Facebook ist mit über über zwei Milliarden monatlich aktiven Nutzern das größte soziale Netzwerk der Welt. Die Menschen teilen Inhalte, liken Seiten, verfassen Beiträge und markieren sich auf Fotos. All das führt zu einer Menge an Daten, die ein sehr detailliertes Nutzerprofil über Vorlieben und Bedürfnisse des Einzelnen möglich machen. Facebook nutzt diese Informationen, um sehr spezifische und verlässliche Zielgruppeneinstellungen für Werbeanzeigen auch im zugekauften Netzwerk Instagram anbieten zu können.

    Prinzip des Werbenetzwerks von Facebook


    Anders als bei Google Ads werden Werbeanzeigen nicht durch Keywords aktiviert. Die Ausspielung erfolgt über die Eingrenzung der Zielgruppe u.a. nach Alter, Ort, Interessen oder sozialem Status. Der Konsument muss hier auch kein Vorwissen über die Existenz eines Produktes oder einer Marke haben oder aktiv danach suchen.
    Auch bei Facebook kommt ein Auktionsmodell zum Einsatz. Dabei spielen das Gebot und die Relevanz der Anzeige eine tragende Rolle. Interagiert die gewählte Zielgruppe nicht mit der Werbeanzeige, wird diese in ihrer Relevanz heruntergestuft und in Folge weniger ausgespielt und dadurch teurer.


    Facebook Ads versus Google Ads – Der Direktvergleich


    Facbook Ads

    Google Ads Suchnetzwerk

    Ideal wenn der Nutzer noch nicht das Produkt/ die Marke kennt

    Ideal wenn der Nutzer aktiv nach Produkt / Marke sucht oder eine Lösung für ein Problem finden will

    Anzeigenschaltung nach Zielgruppeneinstellungen

    Anzeigenschaltung nach Keywords

    Auktionsmodell beinhaltet monetäre und qualitative Faktoren

    Auktionsmodell beinhaltet monetäre und qualitative Faktoren

    Passiver Konsument – Wird auf Werbeanzeige gestoßen (=Push)

    Aktiver Konsument – Wird von Werbeanzeige gezogen (= Pull)

    Niedrigere Akzeptanz („Werbung nervt“)

    Höhere Akzeptanz („Werbung ist nützlich“)

    Darstellungsformat: Bild, Video und Text

    Darstellungsformat: reine Textanzeige

    Zielsetzung: Reichweite und Markenbekanntheit, Verkauf niedrigpreisiger Produkte möglich (Conversion)

    Zielsetzung: Leads und Conversions
    Markenbekanntheit ebenfalls möglich

    Fazit


    Image
    Photo by rawpixel on Unsplash.com

    Die Wahl des geeigneten Werbenetzwerks steht immer in Abhängigkeit zum beworbenen Produkt. Möchten Sie ein neues Produkt einführen oder das eigene Unternehmen bekannter machen, sind Facebook Ads wahrscheinlich die bessere Entscheidung. Gehen Sie von einem Vorwissen beim Konsumenten aus oder stillt Ihr Produkt ein Bedürfnis, das dem Konsumenten schon vorher bewusst war, dann kann das Suchnetzwerk von Google für Sie geeignet sein, um Ihre Ziele erfolgreich umzusetzen.
    Eine ideale Marketingstrategie umfasst einen Mix aus beiden Werbearten. So können Sie den Nutzer über Facebook Ads auf das Produkt stoßen und bei gewecktem Interesse und aktiver Suche nach diesem Produkt über Google Werbeanzeigen wieder abholen.


    Sie haben bereits Werbeanzeigen auf Facebook oder Google geschaltet, aber sind mit dem Ergebnis nicht zufrieden? Wir beraten Sie gerne zu Ihren Werbemaßnahmen und helfen bei der Optimierung Ihrer Anzeigen. Jetzt unverbindlich anfragen!

    Über den Autor
    Max-Raphael Feibel

    Max-Raphael Feibel

    Max-Raphael Feibel ist Co-Founder und Gesellschafter von Partner & Söhne. Er ist spezialisiert auf die Leistungen Social Media, Content, Datenschutz und Advertising.