Google Lens – Die Zukunft der Suchmaschinen

Lukas Rütten Online Marketing

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© AlexBrylov | depositphotos.com

Vor kurzem wurde Google zwanzig Jahre alt. Doch was hat sich in dieser Zeit getan? Wie haben sich Suchmaschinen entwickelt und was bedeutet das für Webseitenbetreiber und Verbraucher? Wir haben uns in diesem Artikel damit beschäftigt.

Text - Der Ursprung der Suchanfrage

Zu Beginn stand ein recht simples Konzept: Man gibt einen Suchbegriff in ein Textfeld ein und Algorithmen zeigen alles an, was mit diesem Suchbegriff in Zusammenhang steht. Ob eine Frage, ein Kochrezept oder ein Einkaufswunsch - alles kann gefunden werden. Und bis heute überwiegt die traditionelle Suche bei weitem. Der Großteil aller Suchanfragen wird auch heute noch über die herkömmliche Sucheingabe getätigt.

Sprache - Alexa, Okay Google und Co.

Der nächste Schritt, der vor allem in den vergangenen Jahren rasant an Beliebtheit gewann, ist die Sprachsteuerung. Mit Home Assistenten wie dem Amazon Echo oder Google Home muss nicht einmal mehr getippt werden. Fragen werden einfach in den Raum gestellt. Rezepte, Verkehr, Wetter oder Musik, alles kann mit der eigenen Stimme gesteuert werden und die Maschine lernt sogar dazu. Über 33 Millionen Home Assistent Geräte wurden weltweit im Jahr 2017 verkauft.


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Der nächste Schritt: Visuelle Suchmaschinen

Mit Google Lens ist Google einer der Vorreiter auf dem Gebiet der visuellen Suchmaschinen.  Google Lens bietet die Möglichkeit (mit einer alleinstehenden App, oder bei bestimmten Geräten auch direkt über den Google Assistent) entweder in einem bereits existierenden Foto oder direkt live durch die Kamera Informationen zu bestimmten Objekten, Produkten, Events oder Tieren und Pflanzen aufzurufen.

Welche Funktionen gibt es?

Wir hatten die Chance auf der diesjährigen DMEXCO 2018 persönlich mit Google zu sprechen. Laut eigener Aussage soll man mit Hilfe der Google Lens Sehenswürdigkeiten analysieren und aus dem Internet weitere Informationen dazu abrufen können. Gleiches funktioniert mit Kunstwerken und Ausstellungsstücken in Museen, und sogar mit Büchern, deren Rezensionen man sich so direkt im Buchladen anschauen kann. Außerdem kann Google Lens ein Shoppingbegleiter sein. Dafür muss die Kamera auf ein bestimmtes Produkt gehalten und angetippt werden. Schon spielt Google weitere Informationen und andere Kaufmöglichkeiten aus. Hintergrundinformationen können auch über verschiedene Tier- und sogar Pflanzenarten aufgerufen werden.

Doch Google Lens kann mehr als einfach nur Informationen hervorzubringen. Zeigt man der Kamera eine Visitenkarte, so kann man die entsprechende Person sofort als Kontakt hinzufügen. Sieht man ein Plakat oder einen Flyer für eine Veranstaltung, so muss nur die Kamera aktiviert werden und Google kann ein Ereignis im Kalender erstellen. Bei Texten, die vor der Kamera erscheinen können bestimmte Stellen markiert, kopiert oder sogar direkt übersetzt werden. Derzeit ist die App leider nur für Android erhältlich. Apple bzw. iOS-User haben die Möglichkeit, einen Teil der Funktionen über die Google Fotos App zu nutzen.


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Auf der weltweit größten Messe für digitales Marketing DMEXCO in Köln präsentierte uns Google die Funktionen Ihrer visuellen Suchmaschine.

Die Zukunft der Suchmaschinen?

Ablösen wird die Visuelle Suche die herkömmlichen Suchmaschinen vorerst wohl nicht. Dafür ist der Datenverbrauch derzeit noch zu hoch und die Funktionen sind noch nicht universell genug. Trotzdem können visuelle Suchmaschinen das Nutzerverhalten besonders jüngerer Nutzer ändern und bieten somit neue Möglichkeiten – sowohl für Endverbraucher als auch für Werbetreibende. Wo bisher Keywords und Lesbarkeit die Relevanz bestimmten, stehen andere, bildlastigere Faktoren im Vordergrund. Wie genau Händler und Firmen ihre Vermarktung anpassen müssen, bleibt abzuwarten. Fest steht aber, dass man diese Entwicklung definitiv im Blick behalten sollte.

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Lukas Rütten

Lukas Rütten

Lukas ist der erste Praktikant der Firmengeschichte von Partner & Söhne. Er beschäftigt sich mit den Themen Social Media und Content Management.