Von Ostern bis Oktober – Was Webseitenbetreiber von Autobesitzern lernen können

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Haben Sie schon einen Termin bei Ihrem Mechaniker für das halbjährliche Reifenwechseln vereinbart? Bringen Sie Ihr Fahrzeug regelmäßig zum TÜV? Und wieso fragen wir Sie das eigentlich?


Wie Autos, Motorräder oder Motorroller müssen auch Webseiten hin und wieder auf ihre Funktion überprüft, mit Updates versorgt und mit rechtlichen Anpassungen gepflegt werden, um potentielle Sicherheitslücken und Abmahnfallen zu beseitigen. Besonders im Hinblick auf die im Mai in Kraft tretende Datenschutzrichtlinie DSGVO sind – leider – zahlreiche Anpassungen notwendig. Details über die wichtigsten Änderungen erfahren Sie an dieser Stelle im kommenden Monat.

Was kann bei einem Update passieren?

    Webseitenbetreiber, die bei ihrer Webseite auf das Content Management System WordPress setzen, haben seit Beginn der Version 3.7 die Möglichkeit, System-Updates automatisiert herunterzuladen und zu installieren. Dies bringt ein gewisses Maß an Sicherheit mit sich und schützt zumindest vor Attacken, die sich auf temporäre (aber bekannte) Sicherheitslücken des Systems zurückführen lassen.

    Allerdings: Die wenigsten WordPress-Webseiten funktionieren ohne zusätzliche Plugins oder Themes. So kann es durch ein reines Systemupdate zu Funktions- und Darstellungsproblemen von beliebten Drittanbieter-Plugins wie beispielsweise WooCommerce (verantwortlich für E-Commerce), Yoast (verantwortlich für SEO) oder WPML (verantwortlich für Mehrsprachigkeit) kommen. Sollte z.B. ein Zahlungssystem ausfallen oder Ihr Kontaktformular in seiner Funktion beeinträchtigt werden, könnten Sie hierdurch wertvolle Kunden verlieren. Meist vergeht eine lange Zeit bis Sie jemand auf den Fehler aufmerksam macht.


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    Klassische Fehler nach System- oder Server-Updates sind die Fehlernummern 404, 500, 503 oder die Fehlermeldungen "Internal Server Error" und "Fehler beim Aufbau einer Datenbankverbindung".

    Wie kann ich solche Probleme beheben?


    Essentiell vor jedem Update ist ein Backup des gesamten Systems. Wer mit WordPress arbeitet und keinen FTP- oder Datenbankzugriff hat, kann dies beispielsweise ganz einfach durch das kostenfreie Plugin UpDraft Plus erledigen.

    Nun kommt es vor Allem auf die richtige Reihenfolge der Updates an. Zu Beginn muss immer das Systemupdate stehen, da potentielle neue Theme- oder Plugin-Versionen meist eine aktuelle Systemversion voraussetzen und deren Updates zu einem früheren Zeitpunkt zu einem potentiellen Systemausfall führen können.

    Da sich Funktions- und Darstellungsprobleme erst nach erfolgreicher Installation der Updates überprüfen und verbessern lassen, sind nun diese an der Reihe. Um potentielle spätere Fehlerquellen zu finden, empfehlen wir nach jedem einzelnen Update einen kurzen Check des jeweiligen Einsatzbereichs. Hier ist außerdem zu beachten, dass bei zusammenhängenden Plugins (mit eigenen Addons und Extensions) zuerst das Update des Core-Plugins durchgeführt werden muss.

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    Wie häufig sind Updates nötig?


    Grundsätzlich gilt bei Updates in der schnelllebigen Welt des Internets: “So häufig wie möglich – so selten wie nötig.” Eine konkrete Aussage hierzu lässt sich allerdings leider nicht treffen. Es gibt viele Webseiten, die trotz jahrelangem Stillstand irgendwie funktionieren. Allerdings sind diese auf Smartphones oder Tablets kaum zu benutzen oder beinhalten veraltete Tools und Rechtstexte, die längst abgemahnt werden könnten.

    Nun heißt dieser Artikel nicht grundlos “Von Ostern bis Oktober” – für die meisten WordPress-Seiten, die keine sensiblen Daten verarbeiten oder wertvolle Inhalte verwalten empfehlen wir mindestens zwei große Updates im Jahr inklusive System-, Theme- und Plugin-Dateien sowie der Anpassung rechtlicher Texte. Auch ein spätes Update ist besser als gar nichts zu tun und somit im schlimmsten Fall abgemahnt zu werden oder Webseitenbesucher wegen Darstellungs- und Funktionsproblemen zu verlieren.


    Keine Zeit Updates selbst zu installieren? Kein Problem!


    Sie verstehen nur Bahnhof und wollen eigentlich nur, dass Ihre Reifen regelmäßig gewechselt bzw. Ihre Webseite geupdated wird ohne selbst aktiv werden zu müssen? Neben der technischen Betreuung von Webseiten bieten wir in unseren Servicepaketen auch eine regelmäßige Anpassung rechtlicher Texte in Zusammenarbeit mit der Kanzlei E-Recht24 sowie monatliches Reporting über aktuelle Besucherzahlen Ihrer Webseite und/oder sozialen Kanäle an. Für einen Reifenwechsel empfehlen wir Ihnen einen Kfz-Mechaniker in Ihrer Nähe 😉


    Über den Autor
    Maximilian Hohenstatt

    Maximilian Hohenstatt

    Maximilian Hohenstatt ist Co-Founder und Gesellschafter von Partner & Söhne. Er ist spezialisiert auf die Leistungen Webdesign, Suchmaschinenoptimierung und E-Commerce.