Maximilian Hohenstatt
Strategy SpecialistFachgebiete von Maximilian Hohenstatt
An der Schnittstelle von digitaler Strategie, E-Commerce und nachhaltigem WachstumDigitale Strategie für wachsende Unternehmen
Wachstum & Effizienz
Digitale Geschäftsmodelle & Markenaufbau
Über Maximilian Hohenstatt
Gutes Marketing beginnt mit einer Zahl und endet mit einer Zahl.Maximilian Hohenstatt
3 Fragen an Maximilian Hohenstatt
Worin liegt der häufigste strategische Denkfehler, wenn Unternehmen ihr digitales Marketing skalieren wollen?
Der häufigste Fehler ist, Marketing als Reaktionsinstrument zu behandeln. Viele Unternehmen beginnen erst dann mit ernsthaften Maßnahmen, wenn Umsatz stagniert und die Liquidität angespannt ist – also genau dann, wenn der Handlungsspielraum am engsten ist. Skalierung braucht Zeit und stabile Rahmenbedingungen. Der richtige Moment für Marketinginvestitionen ist, wenn ausreichend liquide Mittel vorhanden sind.
Eng damit verbunden ist ein zweiter struktureller Fehler: der Griff zu Kennzahlen, die Aktivität abbilden, aber keinen echten Steuerungswert haben. Klickrate, Impressionen, ROAS auf Kampagnenebene – das sind Messwerte ohne Kontext. Vor jeder Skalierung steht ein ehrliches Audit des Status quo. Erst wenn klar ist, was bestehende Maßnahmen tatsächlich leisten, lässt sich fundiert entscheiden, welche KPIs relevant sind und welche Ziele realistisch erreichbar sind.
Was unterscheidet ein Unternehmen, das profitabel wächst, von einem, das zwar Umsatz macht, aber nicht wirtschaftlich ist?
Zunächst eine wichtige Einordnung: Wirtschaftlichkeit ist nicht in jeder Unternehmensphase das vorrangige Ziel. Wer in einen neuen Markt eintritt, kann bewusst defizitär operieren – solange die gewonnenen Marktanteile langfristig einen realen Wert haben und die Strategie dahinter trägt.
Profitables Wachstum entsteht durch eine langfristige Strategie und eine konsequente Kopplung von Budgets an messbare Ergebnisse. Wer Ausgaben und Erträge strukturell miteinander verbindet, erkennt früh, wo Wachstum echten Wert schafft.
Ein weiterer Faktor ist die laufende Evaluation der Kostenstruktur. Gerade in Wachstumsphasen verändern sich Anforderungen schnell. Neue Tools, ein Softwarewechsel oder die Anpassung einzelner Maßnahmen können die Effizienz erheblich verbessern – vorausgesetzt, man überprüft regelmäßig, ob die bestehenden Strukturen noch zur aktuellen Unternehmenssituation passen.
Partner & Söhne ist 2017 gestartet. Wie hat sich digitales Marketing seitdem verändert?
Die auffälligste Veränderung ist die technische Tiefe, die gutes digitales Marketing heute erfordert. 2017 konnte man mit soliden Creatives und einem vernünftigen Budget bereits weit kommen. Heute sind sauberes Tracking und datenbasierte Entscheidungsprozesse maßgeblich dafür verantwortlich, ob eine Kampagne performt – oder nicht. Wer die Datenbasis nicht im Griff hat, optimiert im Blindflug.
Gleichzeitig ist das regulatorische Umfeld deutlich komplexer geworden. DSGVO, AI-Act und eine Vielzahl weiterer Entwicklungen haben Rahmenbedingungen geschaffen, die kontinuierliche Auseinandersetzung erfordern. Das Umfeld verändert sich stetig – und wer nicht mitgeht, verliert Handlungsspielraum.
Parallel dazu hat digitales Marketing in den Budgetplanungen vieler Unternehmen erheblich an Gewicht gewonnen. Ein wachsender Anteil der Marketingbudgets fließt in den digitalen Raum – was den Druck erhöht, diese Mittel auch wirkungsvoll einzusetzen.
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