Lennart Kappes
Automation & Development ManagerFachgebiete von Lennart Kappes
An der Schnittstelle von performanter Webentwicklung, digitaler Prozessautomatisierung und KI-gestützter InfrastrukturDurchdachte Webentwicklung & Systemarchitektur
Prozessautomatisierung, Schnittstellen & KI-Systeme
Digitale Transformation für mittelständische Unternehmen
Über Lennart Kappes
Gute digitale Infrastruktur erkennt man nicht daran, dass sie auffällt, sondern daran, dass sie zuverlässig im Hintergrund läuft und im Alltag spürbar Aufwand spart.Lennart Kappes
- IT-Zertifikat der Philosophischen Fakultät an der Universität zu Köln.
- Prüfungsbereiche: Advanced IT Basics, Advanced Web Basics, Tools and Methods in DH (php) und Digital Objects
3 Fragen an Lennart Kappes
Wo lohnt sich Prozessautomatisierung wirklich und wo wird sie überschätzt?
WordPress wird oft als langsam wahrgenommen. Woran liegt das wirklich und was hilft gegen die typischen Performance-Probleme?
WordPress an sich ist nicht das Problem. Die meisten Performance-Probleme entstehen durch eine Kombination aus günstigem Shared Hosting, zu vielen Plugins und fehlender technischer Pflege. Wenn jede Funktion über ein zusätzliches Plugin gelöst wird, summiert sich das schnell zu Hunderten zusätzlicher Datenbankabfragen pro Seitenaufruf.
Was tatsächlich hilft:
- Erstens ein Hosting, das Zugriff auf Server, Datenbank und Frontend erlaubt.
- Zweitens ein gepflegter Plugin-Stack, bei dem nur das eingesetzt wird, was wirklich gebraucht wird.
- Drittens eine saubere technische Basis – ordentliches Caching, optimierte Bilder, schlanke Datenbank.
WordPress kann sehr schnell sein, wenn diese drei Punkte sitzen.
Lokale KI-Systeme und RAG sind gerade ein großes Thema. Wann ergeben sie für ein Unternehmen wirklich Sinn?
Sinnvoll wird es überall dort, wo viel Wissen vorhanden ist, dieses aber schwer auffindbar in Dokumenten, Wikis oder E-Mails verstreut liegt. Ein RAG-System macht genau dieses Wissen zugänglich: Statt sich durch Ordnerstrukturen zu klicken, stellt man eine Frage und bekommt eine Antwort mit Verweis auf die Quelle. Klassische Fälle sind interner Support, Onboarding oder die Suche in technischer Dokumentation.
Entscheidend ist dabei zweierlei. Erstens die Datenbasis: Ein KI-System ist nur so gut wie das, worauf es zugreifen darf – ist die Dokumentation lückenhaft, hilft auch das beste Modell nicht. Zweitens der Datenschutz. Gerade im Mittelstand dürfen sensible Daten oft nicht an externe Anbieter gehen. Deshalb setze ich auf lokale Systeme, die vollständig auf eigener Infrastruktur laufen – das Wissen bleibt im Haus, und das Unternehmen behält die Kontrolle.
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